Wissenswertes
Urlaub in einem Heim auf vier Rädern Reisen mit einem Wohnmobil gehört nach wie vor zu den beliebtesten Urlaubsmöglichkeiten in Nordamerika – und zwar sowohl für Touristen als auch für die Amerikaner selbst. Nichts und niemand zwängt Sie in einen bestimmten Reiseplan – Sie halten, fahren oder bleiben, wo es Ihnen gefällt. Abseits der großen Routen erleben Sie ein anderes Amerika als das, das Sie vielleicht schon kennen. Fahren Sie auf schnurgeraden Highways durch endlos erscheinende Prärie und weite Wüstengebiete, durch dichte Wälder und auf kurvenreichen Passstrassen durch eine gigantische Bergwelt, vorbei an idyllischen, glitzernden Bergseen und der Kulisse schneebedeckter Gipfel. Dazwischen liegen Städte voller Leben, aber auch verträumte Dörfer und einsam gelegene Ranchs. Campen Sie in einem der unzähligen Nationalparks und genießen Sie abends am Lagerfeuer das Gefühl den Spuren der Pioniere zu folgen. Gleich, ob Sie ein erfahrener oder ein ungeübter Fahrer sind – Sie werden feststellen, dass das Fahren auf den großzügigen High- oder Freeways und auf den Landstraßen einfach ist. Es gibt normalerweise keinerlei Probleme, sich in Amerikas Straßensystem zurechtzufinden. Die Beschilderung von örtlichen Durchgangsstraßen bis hin zu Superhighways ist beispielhaft und übersichtlich. Folgen Sie nur den Nummern auf den Straßenschildern, Highways mit geraden Zahlen verlaufen von Osten nach Westen, mit ungeraden Zahlen von Norden nach Süden. Planung der Reise: Unsere Empfehlung lautet: fahren Sie pro Tag nicht mehr als 150 bis 200 Meilen, also 240 bis 320 Kilometer. Damit ist gewährleistet, dass Sie regelmäßig die Fahrt unterbrechen können um die Natur und die Sehenswürdigkeiten zu genießen. Das ausgezeichnete Straßennetz gestattet nur scheinbar ein schnelles Vorankommen, denn es gelten geringere Geschwindigkeiten als bei uns. Die Regelungen, die je nach Staat/Provinz unterschiedlich sind, müssen im eigenen Interesse strikt eingehalten werden. Sie sollten sich vor Reiseantritt mit Ihrem Zielgebiet und Reiseplan befassen. Beim persönlichen Gespräch in unserem Büro, oder telefonisch, werden wir Sie gerne bei der Ausarbeitung Ihrer Reiseroute unterstützen und weitere Tipps geben. Vorab Check In Service: Mit den Reiseunterlagen erhalten Sie ein Formular, das Sie in aller Ruhe zu Hause ausfüllen können. In diesem Formular werden Sie nach allen Angaben gefragt, die Moturis benötigt, um bereits vorab Ihren Mietvertrag zu erstellen und für Sie bei Ihrer Ankunft und Fahrzeugübernahme bereit zur Unterschrift zu haben. Faxen Sie den ausgefüllten Bogen an die dort aufgeführte Faxnummer des Vermieters. Anreise: Die Transatlantikflüge landen, bedingt durch den Zeitunterschied, am Nachmittag. Die Übernahme des gebuchten Wohnmobils kann daher nicht unmittelbar nach Ankunft, sondern erst nach einer Hotelübernachtung erfolgen. Die Vermietstationen liegen meist in Außenbezirken und die Vermieter holen Sie nicht vom Flughafen, sondern nur von bestimmten Hotels ab. Wir empfehlen dringend die Buchung des Transfers, wenn dieser vom Vermieter nicht von vornherein eingeschlossen ist, da Sie ihn sonst in eigener Regie und auf eigene Kosten durchführen müssen. Falls Ihr Heimflug vor 13.00 Uhr ist, muss das Fahrzeug ebenfalls am Vortag zurückgegeben werden, da weder ein rechtzeitiger Transfer durch den Vermieter garantiert wird, noch im voraus abzusehen ist, wie viel Zeit die Fahrzeugrückgabe in Anspruch nimmt. Die dadurch notwendige Hotelübernachtung vor dem Rückflug buchen wir selbstverständlich ebenfalls gerne für Sie. Der erste Miettag: Die Öffnungszeiten der Mietstationen sowie die für die Fahrzeugübernahme und –rückgabe festgesetzten Zeiträume sind bei den einzelnen Vermietern unterschiedlich. Nach Vorlage unseres Gutscheines, der alle von Ihnen gebuchten Leistungen aufführt, wird der vom Vermieter bereits vorbereitete Mietvertrag ausgefüllt. Alle Fahrer müssen mit Namen und Führerscheinnummer auf dem Vertrag eingetragen werden. Der Vermieter wird Sie nach den gewünschten Versicherungen fragen, die Sie entweder durch Eintragen Ihrer Initialen akzeptieren (accept) oder ablehnen (decline). Angaben über Leistungsumfang und Kosten der Zusatzversicherungen entnehmen Sie bitte den Mietbedingungen eines jeweiligen Vermieters. Die Versicherungsbedingungen und Leistungen unterscheiden sich nicht nur von denen in Deutschland, sondern auch von Vermieter zu Vermieter. Es gelten in jedem Fall die Bedingungen, die Sie bei Fahrzeugübernahme mit Unterzeichnung des Mietvertrages akzeptieren! An der Station findet die Einweisung in die Handhabung des Fahrzeuges bei einem Rundgang um Ihr Wohnmobil statt – überwiegend durch deutsch sprechende Mitarbeiter. Sie erhalten außerdem ein allgemein gültiges, normalerweise mehrsprachig verfasstes Handbuch. Lassen Sie sich bei der Wagenübernahme so viel Zeit, bis Sie sicher sind, die Handhabung zum Beispiel der Propangasheizung, des Kühlschrankes und gegebenenfalls auch der Klimaanlage verstanden zu haben. Überprüfen Sie alle Funktionen des Fahrzeuges und die Campingausstattung auf Vollständigkeit. Überzeugen Sie sich, dass das Fahrzeug unbeschädigt ist und lassen Sie eventuelle Schäden oder Mängel im Fahrzeuginneren und außen auf dem Übernahmeprotokoll eintragen, das Sie unterschreiben müssen. Nachträgliche Reklamationen werden nicht anerkannt! Sie haben dann Zeit, sich in Ihrem "Ferienhaus" gemütlich einzurichten und die Koffer auszupacken. Im Motorhome ist kein Stauplatz für Koffer vorhanden. Sie können aber Ihre leeren Koffer – außer bei Einwegmieten – beim Vermieter deponieren. Bei Einwegmieten empfehlen wir, mit leicht verstaubarem Gepäck zu reisen (Rucksäcke, Reisetaschen). Wie Sie sehen, verstreicht ein Großteil des ersten Tages bereits mit Transfer, Fahrzeugeinweisung, Kofferauspacken und mit Lebensmitteleinkäufen. Planen Sie daher auf gar keinen Fall eine größere Fahrstrecke für diesen Tag ein. Campingausstattung: Die Campingausstattung, auch „convenience kit“ genannt, ist im Mietpreis meist nicht eingeschlossen und kann vor Ort gegen eine Gebühr angemietet werden. Sie besteht im wesentlichen aus Bettwäsche, Schlafsack oder Decke, Hand- und Geschirrtüchern, Geschirr, Essbesteck, Töpfen und Pfannen. Natürlich variiert die Ausstattung von Vermieter zu Vermieter – meist liegen die Unterschiede nicht in der Quantität, sondern in der Qualität. Bei allen aber ist das für einen Campingurlaub Nötige vorhanden. Die Berechnung erfolgt meist je Person, teilweise aber auch je Person und je Fahrzeug. Unser Tipp: Nehmen Sie Ihren Schlafsack mit und außerdem ein großes Badetuch und Badeschuhe. Bereitstellungsgebühr (Preparation Fee): Diese schließt die erste Füllung des Propangastanks und die Erstausstattung mit Toilettenchemikalien ein. Sie beinhaltet aber auch die Kosten für die technische Überprüfung des Fahrzeuges. Die Gebühr ist Vertragsbestandteil und wird von unseren Partner obligatorisch berechnet. Versicherungen: Alle Fahrzeuge unserer Partner sind nach den in den USA geltenden gesetzlichen Bestimmungen für den Mietgebrauch versichert. Die Mindestdeckungssumme in der gesetzlichen Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge ist jedoch sehr niedrig und beträgt meist nur zwischen USD 5.000 und USD 25.000 – je nach Bundesstaat. Bietet der Vermieter keine höhere Deckungssumme an, so zahlt die Versicherung bei einem selbstverschuldeten Unfall den gegnerischen Schaden höchstens bis zu diesen niedrigen Beträgen. Unter Umständen müssen Sie aus eigener Tasche eine beträchtliche Differenz zahlen. Zur besseren Absicherung unserer Kunden haben wir eine Zusatz-Haftpflichtversicherung über EUR 1,7 Million für Mietfahrzeuge im Ausland abgeschlossen, die bei Buchung eines Wohnmobiles im Mietpreis enthalten ist. Diese zusätzliche Versicherung deckt Schadensersatzansprüche, die über die bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung hinausgehen. Die Versicherungssumme beträgt pauschal EUR 1,7 Million für Personen- und Sachschäden. Nicht versichert sind Schäden am gemieteten Fahrzeug. Der Versicherungsschutz gilt für alle Mietfahrzeuge und endet nach 90 Tagen. Generell sind alle Campmobile vollkaskoversichert (CDW = Collission Damage Waiver) allerdings mit einem Selbstbehalt. Wir empfehlen, diesen Selbstbehalt vor Ort durch Abschluss einer VIP-Versicherung (Vacation Interruption Protection) zu reduzieren, wenn die VIP-Versicherung nicht bereits im Mietpreis eingeschlossen ist. Abgedeckt durch diese Zusatzversicherung sind nicht nur selbstverschuldete Verkehrsunfälle, sondern auch Unfälle allgemeiner Art. Allerdings kann diese Versicherung bei Schäden, die ohne Beteiligung eines Fremdfahrzeuges offensichtlich durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit verursacht wurden, nicht für die Gesamtschadenshöhe in Anspruch genommen werden. Den Selbstbehalt je Schadensfall entnehmen Sie bitte der Tabelle. Beachten Sie bei Unterzeichnung des Mietvertrages vor Ort die allgemeinen Versicherungsbestimmungen. Für die Schadensregulierung eines Unfalles ist immer ein Unfallbericht erforderlich. Wenn Sie während der Fahrt Probleme mit Ihrem Wohnmobil haben, müssen Sie den Vermieter anrufen und informieren, damit er Abhilfe schaffen kann. Ohne Reklamation vor Ort wird im nachhinein keinerlei Erstattungsanspruch anerkannt. Kaution: Die Höhe der Kaution, die Sie hinterlegen müssen, richtet sich nach der von Ihnen gewählten Versicherung. Am besten – und teils auch vorgeschrieben - ist die Hinterlegung der Kaution mit einer der anerkannten Kreditkarten (z.B. Mastercard oder VISA), die von allen Vermietern akzeptiert werden. Bei Hinterlegung per Kreditkarte kann der Betrag sofort von Ihrem Konto abgebucht und erst nach Fahrzeugrückgabe gutgeschrieben werden. Mögliche Differenzen aufgrund von Kursschwankungen gehen zu Lasten des Kreditkarteninhabers. Nebenkosten: Nicht eingeschlossen in den Mietpreisen sind die Kosten für Benzin, Motoröl, Propangas, evtl. Kosten für Zusatzversicherungen oder Zusatzmeilen, Gebühren für Campingausstattung, Kindersitze, Navigationsgarät, Einwegmieten und Endreinigung sowie Straßenzölle, Campingplatzgebühren usw. Steuern: Ähnlich unserer Mehrwertsteuer gibt es in den Staaten der USA eine sales tax in unterschiedlicher Höhe. Unsere Wohnmobil-Mietpreise enthalten bereits diese sales tax. Auf alle örtlich zahlbaren Kosten (Campingausstattung, Einwegmieten, z.T. Versicherungen, Zusatzmeilen) muss die sales tax, je nach Staat etwa 5% bis 18%, noch hinzugerechnet werden. Wenn Sie das Wohnmobil früher als zum vertraglich festgesetzten Termin zurückgeben, erfolgt keine Erstattung der nicht ausgenutzten Mietzeit. Das Fahrzeug muss innen (besenrein) und außen sauber zurückgegeben werden – mit leeren Abwassertanks sowie vollem Benzintank. Stellt der Vermieter bei der Überprüfung fest, dass diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, oder sollte er der Ansicht sein, dass aufgrund starker Verschmutzung eine Reinigung innen oder außen nötig ist, so kann er Gebühren erheben! Benzin: Alle Wohnmobile sind mit leistungsstarken 6- bis 10-Zylinder Motoren ausgestattet, denn nur solche können Ihr Heim auf Rädern mit dem Gewicht einer kleinen Wohnung sowie zusätzlich dem sämtlicher Reisender und ihres Gepäckes bewegen. Das kostet aber auch Benzin oder "gas", wie die Amerikaner sagen. Ein genauer Benzinverbrauch lässt sich nicht angeben, denn sowohl die Straßenbeschaffenheit als auch Ihre Fahrweise spielen dabei eine große Rolle. Auch der Generator wird mit Benzin betrieben und erhöht den Verbrauch zusätzlich. In USA gilt die Preisangabe an Tankstellen in Gallonen (1 Gallone entspricht 3,785 Litern), in Canada hingegen gilt sie wie bei uns für Liter. Die meisten Wohnmobile fahren mit bleifreiem Benzin (regular unleaded) – einige wenige auch mit Diesel. Welche Fahrzeugtypen gibt es? In Nordamerika nennt man Wohnmobile meist Recreational Vehicle, kurz RV, was soviel bedeutet wie ein Fahrzeug in dem man sich erholen kann. Vans: Dies ist die typisch europäische Campingbus Wohneinheit. Die Fahrzeuge sind sehr robust und wendig, verfügen jedoch über relativ geringen Wohn- und Stauraum. Es besteht ein Durchgang zwischen Führerhaus und dem Wohnteil mit erhöhtem Dach (Stehhöhe). Motorhomes: Alle Fahrzeuge haben zwei Einzelsitze im Führerhaus mit Durchgang zum Wohnteil und bilden eine Einheit mit geräumigem Innenraum. Fast alle Vermieter haben Fahrzeuge unterschiedlicher Herstellerfirmen, die sich im wesentlichen durch eine andere Konstruktion, Fensteranordnung und Raumaufteilung unterscheiden. Der Komfort der Fahrzeugtypen bleibt dadurch unberührt. Achtung: Alle Vermieter behalten sich vor, Ihnen aufgrund unvorhersehbarer Umstände (z.B. saisonale Engpässe oder Unfall) ein gleich- oder höherwertiges Fahrzeug als gebucht und bestätigt bereitzustellen. Mehrkosten durch höheren Benzinverbrauch oder auch für Fährpassagen etc. gehen zu Ihren Lasten. Die beschriebenen Fahrzeugmaße in Metern gelten für die Länge von Stoßstange zu Stoßstange. Die Fuß-Angaben (feet) beziehen sich auf die Gesamtlänge des Fahrzeugs (1 ft = 30,48 cm). Alle Fahrzeuge verfügen über: Automatik-Getriebe, Servolenkung, Bremskraftverstärker, 110 Volt Stromspannung, Heizung, Radio (meist mit CD-Playerl), Essecke mit Klapptisch, 2-4 flammigen Propangasherd (meist mit Backofen, teilweise zusätzlich Mikrowelle), Kühlschrank, Edelstahlspüle, Dusche, Spül-WC. Alle Wohnmobile sind mit einer Heizung ausgestattet. Es handelt sich dabei um eine Warmluftheizung, die mit Thermostat geregelt werden kann. Die Heizung und der Heißwasserboiler werden mit Propangas betrieben. Einige Motorhomes haben zusätzlich eine Dach-Klimaanlage (Roof Aircondition), welche auf dem Campground an das 110 Volt Stromnetz angeschlossen und zur Kühlung oder Heizung des Fahrzeuges genutzt werden kann (nicht während der Fahrt!). Verschiedene Motorhomes sind mit einem Generator (durch Benzin angetrieben – Mehrverbrauch!) ausgerüstet, wodurch eine unabhängige Stromversorgung garantiert ist und die Klimaanlage unabhängig vom Außenstrom betrieben werden kann. Die Generatorbenutzung ist gegen Aufpreis beim Vermieter buchbar (siehe Tabelle). Alter der Fahrzeuge: Die Angaben dazu finden Sie bei den Fahrzeugbeschreibungen der Vermieter. Bitte beachten Sie, dass die Angaben nicht auf dem in Deutschland üblichen „Baujahr“ basieren. Beispiel: bei „Modell 2009“ wurden Chassis und Motor bereits im Jahr 2008 hergestellt.
Rauchen: Bitte beachten Sie außerdem, dass Rauchen in den Fahrzeugen generell nicht erlaubt ist.

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